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BALI
Der Flug von Frankfurt nach Singapur dauerte etwa 12,5 Stunden. Wir flogen mit Singapore Airlines, einer der besten Fluggesellschaften. Ewig viel Platz, gutes Essen und super Service. Nicht zu vergessen die Touch-Screen Bildschirme an den Rücklehnen des Vordermannes. So konnte man sich seinen Film zur gewünschten Zeit anschauen oder Computerspiele ohne Ende zocken und somit wurde es nicht langweilig.Nach der Landung im Flughafen von Singapur ging es nach 3 Stunden Aufenthalt mit einer kleineren Maschine weiter und nach ca. 2,5 Stunden landeten wir auf Bali.Für Bali hatten wir uns das Hotel Nikko Bali ausgesucht. Es liegt im extra für Touristen entstandenen Ortsteil Nusa Dua und hier scheiden sich die Geister. Nusa Dua wird von vielen Backpackern verhöhnt, es sei kein typisches Bali.Wir können das aber nicht verstehen. Nusa Dua ist zwar eine Ansammlung von mehreren (erschwinglichen) Luxushotels, aber es ist genauso auf Bali wie jeder andere Ort und ist der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge ins Landesinnere. Mann bleibt ja schließlich nicht den ganzen Urlaub über im Hotel.Der Strandabschnitt vor dem Nikko Bali ist super und man kann auch ewig lange Strandspaziergänge unternehmen. Das Meer war während unseres Aufenthalts (Mai) ziemlich stürmisch. Manchmal ganz schöne Wellen bis 2 m hoch - ideal für Surfer.Das Hotel selbst ist wirklich weiter zu empfehlen. Ein wunderschön angelegter Pool- und Gartenbereich und alles top sauber. Alle Angestellten super nett. Die Zimmer sind sehr groß und mit edlem Holzfußboden.Das Frühstück war ebenfalls bestens. Frühstücken konnte man auf der kleinen, gemütlichen Hotelterrasse und das war herrlich - mit Blick in den Garten und aufs Meer.Weitere Infos zum Hotel Nikko Bali könnt Ihr auf der Internetseite des Hotels abrufen.Zum Abendessen sind wir immer in den Ort gefahren. Also, man ruft einfach in einem Restaurant an und wird dann kostenlos mit dem Auto abgeholt und nach dem Essen, wenn man möchte, wieder zurück gefahren.Aber auch mit dem Taxi ist es spottbillig. Bis zum Ort ca. 1 €.Das Essen in den Restaurants ist total lecker und megagünstig. Als Beispiel: ein Essen für 2 Personen (Filetsteak mit Beilagen und Salat) plus Getränke und Cocktail ca. 10 € (Info für Raucher: die Stange Zigaretten 7,50 €).Empfehlen wollen wir hier auch noch den Fischerort Jimbaran. Hier gibt es unzählige Restaurants direkt am Strand und den besten Fisch auf Bali. Den romantischen Sonnenuntergang bekommt man kostenlos.Für die Ausflüge haben wir uns einen Jeep mit Fahrer gemietet. Das Auto war ganz neu mit Klimaanlage. Der Fahrer sprach auch ein wenig Deutsch und nannte sich selbst (sehr Balinesisch) "Anton aus Tirol". Deutsch ist zwar auf Bali nicht so verbreitet, aber mit Englisch konnte man sich überall gut verständigen.Wir haben die Strecke, die wir uns aus einem Reiseführer zusammengestellt hatten, vorher mit dem Fahrer durchgesprochen und er hat uns dann am nächsten Tag um 8 Uhr abgeholt und bis abends um 19 Uhr über die Insel gefahren. Er hält auch überall an, wo man möchte, damit man fotografieren kann und hat auch immer vor den Parks oder Geschäften gewartet, bis wir fertig waren.Das ganze hat ca. 30 $ gekostet. So einen Individualausflug können wir nur jeden empfehlen.Einige Stationen, die wir besucht haben waren:Ubud liegt etwa 25 km nördlich von Denpasar. Umgeben von Reisterrassen und vielen kleinen Dörfern. Es ist das kulturelle Zentrum der Insel. Hier präsentiert sich das ländliche Bali in seiner ganzen Schönheit. Ubud wurde erst vor wenig mehr als 20 Jahren von Rucksackreisenden entdeckt, inzwischen ist es mit seinen Nachbardörfern zusammengewachsen und hat sich zu einem wichtigen Touristenzentrum entwickelt. Leider werden auch hier die Straßen und Wege immer mehr mit Restaurants, Souvenirläden, Geldwechselstuben usw. zugebaut. Im Gegensatz zu Kuta haben Ubud und die umliegenden Dörfer aber weitgehend ihre Identität gewahrt und ihre Traditionen beibehalten. Der dichte Monkey Forest säumt den südlichen Stadtrand.Tempelhöhle Goa Lawah, die auch als Fledermaushöhle bekannt ist, liegt auf halben Weg zwischen Kusamba und Padang.Sie zählt zu den Reichstempeln und ist gleichzeitig ein Naturphänomen. Die Höhle endet laut Glauben der Balinesen erst im 20 km entfernten Muttertempel Besakih. Die tief ins innere eines Felsenkliffs führende Höhle wird von Fruchtfledermäusen als Unterkunft genutzt. Zu Abertausenden drängen sie sich tagsüber an der Decke, bis ganz nach hinten in die niedrige Höhle hinein, so weit man sehen kann. Die Anzahl der Tiere ist so gewaltig, das sie nicht einmal mehr genug Platz an den inneren Höhlendecken haben und so hängen sie in Scharen aus dem Eingang der Grotte.Pura Besakih der Muttertempel ist der größte heilige Tempel Balis und liegt am fuße des Gunung Agung auf etwa 1.000 m Höhe, rund 40 km von Candi Dasa entfernt. Bereits im frühen 11. Jh. war er eine Kultstätte der Animisten. Der "Muttertempel" , wie er von den Balinesen genannt wird, ist heute die wichtigste Wallfahrtsstätte der balinesischen Hindus. Die Tempelanlage erstreckt sich über mehrere Terrassen und besteht aus drei Haupthöfen, die durch Treppen miteinander verbunden sind. Alljährlich findet zwei Wochen nach Nyepi eine große Feier statt. Die Fahrt zum Besakih führt durch die schönsten Reisterrassen Balis.ReisterrassenSicherlich sind vielen die Reisterrassen bereits bekannt. Um das 6. Jahrhundert herum wurde das einzigartige Bewässerungssystem entwickelt, was schon wenig später balinesische Reisbauern in ganz Asien ins Gespräch brachte, da diese in der Lage waren dadurch 2 - 3 Ernten pro Jahr zu realisieren.Heute machen die Reisterrassen etwa 20 % der Inselfläche aus und sind somit ständiges landschaftsprägendes Motiv.Den zweiten Ausflug haben wir dann direkt mit einem Taxifahrer ausgehandelt. Wir wollten uns noch zwei bekannten Tempelanlagen anschauen und haben für diese Fahrt (inclusive Wartezeiten) auch nur 20 $ bezahlt. Das ganze dauerte von Mittags bis nach Sonnenuntergang.Tanah LotTanah Lot bedeutet soviel wie "Land im Wasser" (Tanah = Erde, Lot = See) und ist ein Schutztempel gegen die Dämonen aus der Unterwelt, welche im Wasser hausen. Der Tempel "Tanah Lot", welcher auf einem kleinen Felsen im Meer thront,gehört zu den bekanntesten und schönsten Sehenswürdigkeiten einer jeden Bali-Rundreise. Die Restaurants gegenüber dem Tempel auf einer Steilkante sind zum späten Nachmittag hin stark gefüllt, denn dann lässt sich Balis wunderschöner Sonnenuntergang hinter dem Tempel bewundern, der eine Silhouette vor dem glutroten Himmel bildet.Ein Besuch bei diesem Tempel lohnt sich auf jeden Fall, zumal sich noch viele weitere kleine, dennoch nicht weniger traumhaft schöne Tempel in der Umgebung von Tanah Lot befinden. Jedenfalls sollte sich kein Balibesucher das wunderschöne Sonnenuntergangspanorama entgehen lassen.Pura Luhur Uluwatu bedeutet sinngemäß etwa "Tempel über dem Fels" und befindet sich am südlichsten Punkt Balis, südlich des Flughafens auf der Pensula Bukit.Ehemals diente dieses Gebiet den Rajas von Denpasar zur Ausübung ihrer Jagdtätigkeiten. Dieser Bereich von Bali unterscheidet sich stark gegenüber den Anderen. Hier ist es sehr trocken und es gibt keine so artenreiche, üppige Vegetation wie sonst in Bali. Dennoch lohnt sich ein Besuch, da man eben den Tempel Uluwatu und atemberaubende Panoramablicke über den Ozean vorfindet.Der Tempel selbst ist Schauplatz vieler heiliger Zeremonien. Die Fischer besuchen ihn um den Seegott Dewi Laut zu huldigen und um zu beten. Sie berichten von der Legende, dass die Klippe ein Schiff war, welches zu Stein erstarrte, mit etwas Fantasie kann man dieser Geschichte glauben.So - das waren nun einige Stationen, die wir auf Bali besucht haben. Die Insel bietet natürlich unzählig mehr Sehenswürdigkeiten die es lohnt, sich anzusehen.Ungeachtet des Massentourismus ist es den Balinesen gelungen, ihre einzigartige Kultur und Tradition zu bewahren und der Überfremdung zu widerstehen.Gottlob ist Bali noch lange nicht von allen guten Geistern verlassenzurück zurzu den
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