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RBDjerba

DJERBA

Wir waren im Herbst 2006 für eine Woche auf Djerba. Nachdem wir die Jahre zuvor ein paar Mal das Festland von Tunesien besucht hatten, wollten wir uns nun diesmal die größte Insel Nordafrikas anschauen und hofften im Oktober noch ein wenig Sonne zu tanken. Und es war wirklich so wie wir es uns erhofft hatten.Das Hotel, das wir gebucht hatten, Djerba Beach war super, zwar etwas kleiner als die auf dem Festland üblichen riesigen Prachtbauten mit Marmorsäulen usw. aber sehr sauber und mit viel Liebe zum Detail und sehr modernem Design, schönem Pool und einen wunderschönen Strandabschnitt direkt vor der "Haustür".Das Essen im Hotel war wirklich lecker, man hatte immer genügend Auswahl, ob zum Frühstück, Mittag- oder zum Abendessen. Die gefürchteten Magenprobleme, die viele von Reisen nach Tunesien abhalten, traten hier genauso wenig auf wie auch vorher schon auf dem Festland.Wir denken, wenn man sich an einige Regeln hält, (die für Essen und Trinken auf jedes Reiseland zutreffen), kann man das Risiko mit Durchfallerkrankungen so ziemlich eindämmen.Das Wetter auf Djerba war die ganzen Tage über prima, Sonnenschein, sehr warm, aber nicht zu heiß.Das Meer ist einfach sagenhaft, glasklar und von den Temperaturen und den Farben her wirklich fast schon karibisch.Der Strand eignet sich hervorragend für kilometerlange Strandspaziergänge.Aber auch am Strand sind die Anbieter der unvergleichlichen Schnäppchen nicht weit, sie wollen einen einfach alles verkaufen. Schwämme, Teller, Tücher, Gürtel und die unverzichtbaren Plüschkamele. Hier wird versucht, für alles Abnehmer zu finden.Darüber hinaus kann man Djerba, hartnäckigen Gerüchten zum Trotz, auch auf eigene Faust erkunden. Die Insel misst von Norden nach Süden nur knapp 30 km und ihre West-Ost Ausdehnung beträgt knapp 25 km. Für den Unternehmungslustigen bietet es sich also an das Taxi oder den Mietwagen für die Erkundung der Insel zu benutzen. Es ist aber unbedingt empfehlenswert immer vorher den Fahrpreis auszuhandeln.Die Märkte der Insel haben leider ihre Ursprünglichkeit verloren. Billige Souvenirs und mehr oder weniger aufdringliche Händler sind ständige Begleiter auf der Insel.Die größte Stadt auf Djerba ist Houmt Souk im Norden, mit seinen 20.000 Einwohnern. Wie fast überall in Tunesien siedelten auch hier schon die Phönizier an und nach dem Fall Karthagos traten die Römer deren reiches Erbe an. Der Damm, den die Römer aufschütteten um die Insel besser zugänglich zu machen, verbindet auch heute noch das Festland mit dem im Süden der Insel gelegenen Küstenort el-Kantara.Der eigentliche Bazar von Houmt Souk ist sehr übersichtlich und ist nicht mit dem labyrinthaften Gässchengewirr wie die Souk´s von Sousse oder gar Tunis zu vergleichen. Das Gefühl sich zu verlaufen kommt hier niemals auf. Am Meer liegt die Burg "Bord el Kebir". Sie schützte Houmt Souk zum Meer hin und hat in ihrer langen Geschichte viele Herrscher gehabt. Korsaren, Spanier, den Bei von Tunis, die Türken und im 2. Weltkrieg die Deutschen Truppen. Sie sicherten von dieser Burg aus ihre Herrschaft über Djerba. Am Fuß der Burg zeugt heute nur noch ein schlichtes Mahnmal von den Ereignissen des Jahres 1560. Piraten eroberten die Festung von den Spaniern und metzelten die gesamte 5.000 Mann starke Truppe nieder. Aus den Schädeln der Gefallenen wurde eine Pyramide errichtet. Konserviert stand dieses Monument des Schreckens bis zum Jahr 1848 an dieser Stelle.Der zweitgrößte Ort Djerbas ist Midoun, besonders am Markttag, dem Freitag, wird der malerische kleine Ort lebendig. Marktplatz und Medina sind schön restauriert und die Stadtverwaltung organisiert viele folkloristische Aufführungen. Ganz in der Nähe von Midoun findet man einen verkleinerten Nachbau der Hagia Sophia, die el-Kateb Moschee.Als Fazit bleibt zu sagen, das sich Djerba auf jeden Fall für einen Kurzurlaub anbietet.Die kurzen Flugzeiten (ca. 3,5 Stunden), das warme Wetter bis Ende Oktober hinein, sowie das sehr schöne Meer mit seinen Sandstränden ist eine wirkliche Alternative zu Spanien, Griechenland oder der Türkei.Weitere von uns besuchte Orte in Tunesien waren Sousse und Port el Kantaoui.zurück zurzu den

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