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MALAYSIA 2010
Mit einem lachenden "today big waves" wurden wir von dem malaysischen Hotelangestellten verabschiedet. Noch ahnten wir nicht, dass uns die bisher schlimmste Stunde unserer bisherigen Seeerfahrung bevorstand. Hinaus ging es aufs offene Meer. Sturm, Regen und Wellen in Höhe von 2 Metern erwarteten uns. Der Bootsführer gab so viel Gas, dass wir über jede Welle schossen und anschließend in den dahinter liegenden Wellengraben aufzuklatschen. Die Wellen, welche auf uns zu kamen, erscheinen uns riesig, im Vergleich zu unserer "Nussschale". Irgendwann setzten wir uns auf Anweisung des Bootsführers nach hinten, damit wir die Schläge beim Aufschlagen nicht so spürten. Unsere Koffer und auch wir waren inzwischen pitschnass. Nach einer - uns endlos lang erscheinenden Zeit - tauchte irgendwann vor uns Lang Tengah auf. Es dauert noch einige Zeit, bis das Boot die richtige Anlegestelle erreicht hatte und wir wie zum Hohn nach unseren Tickets gefragt wurden. Die kaum noch zu erkennenden nassen Papierschnipsel wurden aus den noch nasseren Hosentaschen gefischt.Das D'Coconut Lagoon auf Lang Tengah besteht aus zwei Hauptbereichen, dem East Wing und dem West Wing. Im älteren Teil, dem East Wing befindet sich der Anlegesteg und die Rezeption.Wir hatten den West Wing gebucht. Das ist der neuere Teil, den wir auch empfehlen können. Der Strand am West Wing ist größer und schöner. Von hier aus kann man auch super Schnorcheln und er ist Ausgangspunkt für schöne Strandspaziergänge. Auch der Garten und der Pool sind hier sehr schön angelegt.Vom East Wing aus kann man nur ca. 5 Min. bis zum Turtle Beach laufen, dann ist der Weg zu Ende und es gibt nur noch Steilküste und Dschungel.Lang Tengah ist eine sehr ruhige Insel und eignet sich wirklich nur zum Erholen. Wir denken das ein Aufenthalt von zwei bis drei Tagen vollkommen ausreicht.Die Zimmer im D'Coconut Lagoon sind zwar größer wie im Tuna Bay, aber nicht so sauber. Wir hatten Executive Deluxe gebucht, aber das merkte man den Zimmern nicht an. Besonders das Bad könnte eine Renovierung gut vertragen.Der Ausblick vom Balkon war super. Dschungel und das Meer - wunderschön.Das Frühstück war eher bescheiden. Kaffee, Tee, Toast und zwei Sorten Marmelade und etwas Scheibenkäse.Essen konnte man nur im D'Coconut Lagoon, da es keine weiteren Restaurants in der Nähe gab. Das essen ging so, obwohl die Preise nochmals höher waren als auf Perhentian.Wir waren jeden Tag Schnorcheln. Es gibt einige schöne Schnorchelstellen, die direkt vom Strand aus zu erreichen sind.In der Nähe der Anlegestelle des D'Coconut Lagoon ist der Turtle Beach. Wir hatten Glück,denn einen Tag, bevor wir ankamen, waren junge Schildkröten geschlüpft. Man muss wissen, daß kleine Schildkröten, wenn sie sofort ins Meer krabbeln würden, ein gefundenes Fressen für die Haie wären. Deshalb wurden sie von den Jungs aus der Tauchbasis eingesammelt und für ein paar Tage in einem Bottich aufgezogen. Wenn sie dann eine größere Überlebenschance haben, werden sie ins Meer gebracht. Es war faszinierend, die kleinen Schildkröten zu beobachten.Viel ist sonst auf der Insel aber nicht los. Wir waren teilweise nur 8 Personen im West Wing. Es ist die perfekte Insel, um mal so richtig auszuspannen und zu relaxen. Bei glasklarem Wasser, super schönen Sandstränden mit Felsen und dahinter der Dschungel mit seinem vielen Grüntönen fällt einem das Faulenzen mit Robinsonfeeling aber auch nicht sonderich schwer. Nach einem Fußmarsch am Strand entlang und ein kurzes Stück durch den „Dschungel“ kommt man zum Redang Lang Resort. Hier gibt es den einzigen „Shop“ auf der Insel, in dem man das Nötigste einkaufen kann wie z.B. Getränke, Sonnencreme, Mückenschutzmittel, Souvenirs usw. Insgesamt gibt es vier Resorts auf der Insel. Zu unserer Zeit waren aber nur zwei bewohnt.Zuerst waren wir der Meinung, dass ein Besuch auf dieser Insel nicht unbedingt sein muss, aber am Schluss des Urlaubs haben wir diese Einstellung geändert. Wir haben festgestellt, daß auch diese Insel ihren ganz besonderen Reiz hat, den wir richtig genossen hatten. Wir würden auch hierher gerne nochmals wiederkommen.Am letzten Tag unseres Aufenthaltes sollte es dann wieder mit dem Boot zurück nach Merang gehen.Pünktlich um 8 Uhr wurde unser Gepäck auf das Boot verladen und los ging’s in Richtung Festland. Die letzten Fotos von Lang Tengah wurden geschossen. Nach 10 Minuten Fahrt wurde das Boot plötzlich langsamer und blieb dann ganz stehen.Unser Kapitän begann hektisch am Motor zu fummeln, aber leider ohne Erfolg. Nun ging es im „Schritttempo“ zurück zur Insel. Der Kapitän erklärte uns nebenbei, dass einer von den beiden Motoren nicht so richtig funktioniert und er damit nicht über das offene Meer fahren möchte.Wieder auf Lang Tengah angekommen, wurde nach einiger Zeit ein kleineres Boot aufgetrieben, das uns zum Festland bringen sollte. Das Gepäck wurde umgeladen und ein neuer Versuch unternommen.Nach ca. einer Stunde kamen wir wohlbehalten in Merang an. Hier wurden wir schon von unserem Taxifahrer erwartet. Von Merang aus wollten wir nach Kota Baru zum Flughafen. Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden und wir konnten noch einiges von der Landschaft genießen.Wir hattten noch etwas Zeit bis zu unserem Abflug hatten, deshalb haben wir in Kota Baru noch einen Tempel mit einem sitzenden Buddha besucht.Anschließend ging es zum Flughafen und mit dem Flieger Richtung Kuala Lumpur und nach zweistündigem Aufenthalt weiter Richtung Heimat.zurück zurzu den
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LANG TENGAH
Strand auf Lang Tengah
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