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Reisebericht FihalhohiUm den trüben und regnerischen Herbsttagen hier in Deutschland zu entgehen und nochmals richtig Sonne zu tanken, entschlossen wir uns im Oktober 2010 unseren insgesamt vierten Urlaub auf den Malediven zu verbringen.Nachdem der Zug zum Flughafen eine halbe Stunde Verspätung hatte und wir diese Zeit auf dem kalten Bahnsteig verbrachten, wurde der Wunsch nach warmer Sonne umso größer.Der Flug mit Sri Lankan Airlines verlief ohne größere Vorkommnisse, außer das wir mit einer Stunde Verspätung starteten.Die Flugzeit nach Colombo dauerte ca. 10 Stunden. Hier hatten wir einen kurzen Aufenthalt und konnten unseren Zigarrettenvorrat auffrischen.Von Colombo nach Male flogen wir nochmals eine Stunde. Obwohl wir nun schon zum vierten Mal auf die Malediven flogen, war die Aussicht beim Anflug auf Hulule wieder einmalig. Wenn die ersten „Spiegeleier“ im Meer auftauchen ist das jedes Mal ein unbeschreiblich schöner Anblick.Am Flughafen in Male angekommen mussten wir dort über das Flugfeld laufen, um in das Flughafengebäude zu gelangen. Hier merkten wir schnell, dass wir uns nicht mehr im kalten Europa befanden. Schon früh am Morgen empfing uns die lang ersehnte und vertraute wohlige Wärme und Schwüle.Im Flughafengebäude mussten wir dann noch einige Zeit warten, bis alle ihren Stempel im Pass hatten und wir unsere Koffer holen konnten. Danach sammelten wir uns vor dem Gebäude und sind mit der ganzen Gruppe weiter zu den Schnellbooten.Das Schnellboot brachte uns in gut 50 Minuten nach Fihalhohi. Von weitem sah man schon den „Funkturm“ und die schräg stehenden Palmen am Nordstrand. Ein herrlicher Anblick auf die mit über 900 Palmen bewachsene Insel. Nach einem Erfrischungstuch und dem Saft einer frischen Kokosnuss gab der Deutsch sprechende Gästemanager eine kurze Einweisung. Als erstes hieß es die Uhr um eine weitere Stunde vorstellen. Anschließend bekamen wir den Schlüssel für unseren Bungalow überreicht und durften den Kofferträgern quer durch die stark bewachsene Insel zu den Bungalows folgen.Auf Fihalhohi gibt es drei verschieden Möglichkeiten der Unterbringung: Classic-, Comfort- und Wasserbungalows. Wir hatten uns bereits im Vorfeld für einen Classic- Bungalow entschieden, da wir gerne an den Nordstrand wollten und uns eine Dusche statt einer Badewanne genügte. Vor allem wollten wir keinen zweistöckigen Bungalow. Die Klimaanlage, die im Preis bei Classic- Bungalows nicht standardmäßig enthalten ist, haben wir vor Ort ab dem zweiten Tag nachgebucht, da es sonst doch zu warm war und wir auch den Moskitoübergriffen zuvor kommen wollten.Wir bekamen die Nr. 59 und waren mehr als zufrieden. Die Classic-Bungalows sehen von außen sehr schön aus und auch im inneren wurden wir nicht enttäuscht. Der Bungalow war wirklich sehr geräumig und außer dem Bett gab es noch einen Schreibtisch mit großem Spiegel, eine Sitzgelegenheit und einen zweiten Tisch unter dem Fenster. Zwischen dem Bad und dem Wohnraum war noch ein kleiner Raum in dem sich der Kühlschrank, Schrank mit Safe und eine Ablage befand. In den Steckdosen waren ein Adapter und ein Gerät gegen Moskitos. Mit Moskitos hatten wir, bis auf die letzte Nacht, keine Probleme. Von unserem Nachbar haben wir nie etwas gehört, da er Taucher und meistens unterwegs, bzw. Unterwasser war. Auf der Terrasse befinden sich zwei Stühle und ein kleiner Tisch, sowie ein Gestell für die Ablage der Schnorchelausrüstung, eine Wäscheleine und eine Fußdusche. Der Bungalow wird vormittags durchgewischt und abends wird das Bett nochmals schön hergerichtet. Direkt vor dem Bungalow stehen zwei Liegestühle mit der Nummer des Bungalows drauf. Für die Liegestühle gibt es keine Auflagen, deshalb hatten wir uns einfache Luftmatratzen von zu Hause mitgenommen. Die Liegestühle kann man sich hinschieben, wo man liegen möchte und sie bleiben die ganze Zeit auch da stehen. . Es sei denn, man möchte den Platz wechseln. Wir hatten direkt gegenüber von unserem Bungalow einen tollen Platz und konnten unsere Liegen in den Schatten oder wahlweise in die Sonne schieben.Schatten gibt es auf der Insel genug. Fihalhohi ist ca. 400 x 250 m groß und liegt im Süd-Male-Atoll, knapp 40 km vom Flughafen Male entfernt. Das besondere Flair dieser Insel machen die über 900 Palmen aus. Sie wird deshalb auch als grüne Insel bezeichnet, da sie im Inneren sehr dicht bewachsen ist. Die Insel ist eine Barfußinsel. Alle Wege sind Sandwege und bis auf die Rezeption, Bar und Restaurant liegt überall Sand. Aber auch im Restaurant laufen die meisten ohne Schuhe herum. Die Insel ist sehr sauber und wird täglich von herumliegenden Laub, Palmenblätter und Kokosnüssen befreit. Jeden Morgen wird der Strand vom angespülte Korallenschutt und Müll gesäubert.Die Insel kann man locker in 15 Minuten umrunden.Der Nordstrand ist für uns der schönste Strandabschnitt. Er befindet sich direkt vor den Classic-Bungalows. Am Anfang und am Ende des Nordstrandes stehen auch die doppelstöckigen Comfort-Bungalows. Hier liegen die meisten Leute und es war für uns der Strandabschnitt auf der Insel, der wirklich zu voll war. Tagsüber ging fast immer etwas Wind, welcher gegen Abend auch etwas stärker und auch frischer wurde. In Richtung der Wasserbungalows findet man den feinsten weißen Sand auf der ganzen Insel. Etwas weiter an den Wasserbungalows vorbei Richtung Westen befindet sich die Lagoon-Bar. Diese war leider zu unserer Zeit eine Baustelle und wurde erst nach unserer Abreise wieder eröffnet. Jeden Abend wurden am Strand zum Sonnenuntergang Stühle und kleine Tischen aufgestellt und leckere Cocktails serviert. So konnten wir jeden Abend direkt am Strand sitzen, mit Blick auf den Indischen Ozean, bis die Sonne unterging.Die zweite Bar befindet sich gleich neben dem Restaurant, die Fisherman's Bar, in der man nach dem Abendessen noch etwas Unterhaltung finden kann. Hier gibt es täglich wechselndes Programm wie Disco, Karaokeabende und Krabbenrennen. Wir waren nur ein einziges Mal in der Fisherman's Bar. Wir saßen lieber gegenüber auf der Freiterrasse mit Blick aufs Meer und dem schönen Sternenhimmel.Das Mittag und Abendessen haben wir im offen gebauten Restaurant eingenommen. Von Anfang an bekommt man hier einen Platz und einen Kellner fest zugewiesen. Sollte man nur zu zweit sein, wird man in der Hauptsaison üblicherweise mit zwei Personen zusammengesetzt. Wir hatten auf der Hinfahrt zwei nette Jungs kennen gelernt, mit denen wir uns ab den ersten Abend zusammensetzten und die ganze Zeit über einen riesigen Spaß hatten. Wir hatten in manchen Reiseberichten gelesen, dass das Essen auf Fihalhohi nicht besonders gut sein soll und/oder es zu wenig Auswahl gibt, deshalb waren wir schon sehr gespannt darauf.Im Nachhinein können wir diese Aussagen nicht verstehen. Sicher, die Geschmäcker sind (sehr) verschieden, aber wir können uns nicht vorstellen, dass hier jemand nicht etwas Gutes für sich findet.So lecker haben wir selten im Urlaub gegessen.Zum Frühstück gab es verschiedene Brotsorten und Brötchen, 3 - 4 verschiedene Sorten Marmeladen, Butter und Käse. Eier werden je nach Wunsch frisch zubereitet, z. B. Spiegelei oder Omelett. Es gibt Bohnen, Würstchen, Kuchen, Croissants, Pancakes mit Sirup, Waffeln, mehrere Sorten Müsli, Milch (warm und kalt), Tee, Kaffee, Kakao und so weiter.Zum Mittag- und Abendessen gab es Reis, Gemüse, Fisch, Fleisch oder Nudeln, entweder im Wärmer oder am Grill frisch zubereitet. Kartoffelgerichte, einmal auch Kartoffelbrei, Suppe, div. Currygerichte (Gemüse, Fisch, Fleisch), Salate (immer anders zubereitet) oder die Möglichkeit, sich einen Salat mit vielen verschiedenen Dressings selbst zusammen zu stellen. Am Nachspeisenbuffet konnte man sich dann zwischen Puddings, Kokoscremes, Früchten in Karamell, Fruchtsalat, Kuchen, Vanillesauce, Torten usw. entscheiden.Nach so vielen Schlemmereien mussten wir uns auch etwas sportlich betätigen.Dies bestand in der Hauptsache im Umrunden der Insel, Schwimmen oder was am meisten Spaß machte, dem Schnorcheln.Das Hausriff ist das Highlight auf Fihalhohi, wirklich super. Man kann es direkt vom Strand aus erreichen und ist in einem hervorragenden Zustand. Hier gibt es viele verschiedene Arten von Korallen, die blühen und wachsen - einfach traumhaft, was die Unterwasserwelt hier bereithält.Am schönsten ist das Schnorcheln am Nordstrand. Man steigt bei den Wasserbungalows ein und lässt sich von der leichten Strömung einfach am Riff entlang treiben und schon befindet sich inmitten großer Fischschwärme. Man kommt sich vor wie in einem riesigen Aquarium. Das schönste war, außer den vielen Fischen, unsere Begegnung mit einer Schildkröte, welche überhaupt nicht scheu war, sondern sich sehr für meine Unterwasserkamera interessierte.Außer Schnorcheln, Lesen und Inselumrunden kann man auch an verschiedenen Ausflügen teilnehmen. Schnorchelsafari, Nachtfischen, Inselhüpfen oder ein Besuch von Malé. Wir haben an keinem Ausflug teilgenommen, da wir dies schon von früheren Maledivenbesuchen kannten. Am Wassersportzentrum kann man ebenfalls Ausflüge buchen oder verschiedene Wassersportarten ausüben. Außerdem gibt es auf der Insel einen Billardtisch, Tischtennisplatte, Volleyball- und ein Badmintonfeld, sowie einen kleinen PC-Raum mit Internetanschluss und eine kleine Bibliothek.Abschließend können wir sagen, das Fihalhohi eine wunderschöne kleine Palmeninsel mit sehr viel Flair ist sobald man sich, für die Malediven völlig untypischen Anblick der doppelstöckigen Bungalows gewöhnt hat. Wer in der Nebensaison Fihalhohi bereist und keine Ansprüche an eine 5-Sterne-Anlage stellt, macht hier nichts falsch. Der Classic-Bungalow war in unseren Augen perfekt, sowohl von der Lage als auch der Ausstattung und wir würden diese Kategorie auch beim nächsten Mal wieder buchen. Das Preis-/Leistungsverhältnis auf dieser Insel ist sehr gut. Für uns hat einfach alles gepasst: Essen hervorragend, Getränke günstig, Insel wunderschön, Bungalow genau richtig und das Riff ein Traum - was will man mehr!?zurück zurzu den zurück zur zu den
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