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Reisebericht Holiday IslandIm September 2008 starteten wir kurzfristig, ab Frankfurt, zu unserem dritten Besuch der Malediven. Der Flug mit Srilankan Airlines dauerte bis Colombo ca. 10 Stunden und verlief ruhig und sehr angenehm. Der Service und das Essen waren in Ordnung und der Sitzkomfort für unsere Körbergröße sehr gut.In Colombo ging es dann, nach zwei Stunden Aufenthalt, weiter Richtung Malediven.Hier hatten wir Glück und durften in der Business Class Platz nehmen. Den Grund ist uns bis heute unbekannt und wir haben uns natürlich nicht dagegen gewehrt sondern den einstündigen Flug mit seinen ganzen Annehmlichkeiten voll genossen.In Hulule morgens um 8:00 Uhr angekommen, ging es dann sofort zum Speedboot und damit weiter zu unserem Ziel, der Insel Holiday Island. Die Fahrt mit dem Boot kannten wir ja schon von unserem ersten Besuch der Malediven. Wir haben sie auch diesmal wieder nicht als so schlimm empfunden wie es in manchen Reiseberichten zu lesen ist. Sicherlich lag es auch daran das wir nicht mit dem ganz großen Speedboot (mit den verklebten Fenstern) gefahren sind. Das Boot hatte hinten einen offenen Bereich mit Sitzbänken und so konnten wir die ganze Zeit über im Freien sitzen. Nach ca. 3 Stunden Fahrt kamen wir in Sun Island an, wo wir auf ein Dhoni umstiegen und nach Holiday Island geschippert wurden.Holiday Island war uns nicht ganz unbekannt. Wir hatten die Insel bei unserem letzten Aufenthalt auf Sun Island vor sechs Jahren schon mal besucht. Holiday Island, ist unserer Meinung nach, die bessere Alternative zu ihrer Schwesterninsel Sun Island. Die Insel ist wesentlich kleiner (ca. 100 x 700m), es herrscht nicht so viel Trubel und es ist alles irgendwie persönlicher. Wir hatten uns ein Bungalow an der Nord-Westseite (Lagunenseite) vorab reserviert und auch bekommen. Diese Seite ist mit Sicherheit die schönere Seite der Insel. Die Meinung mancher Leute, dass die Südseite, auch ihre Rreize hätte, können wir überhaupt nicht nachvollziehen. Durch die Baustelle einer Landebahn für Kleinflugzeuge auf der Nachbarinsel Mamigili, hat man ständig einen Blick auf Bagger und Lastwagen. Auch leichter Baulärm ist ständig zu hören.Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind wird sich wohl auch nicht viel ändern. Denn, wenn man statt dem freien Meer und dem Außenriff, immer nur die Kaimauer der Landebahn vor Augen hat dürfte dieser Ausblick das Inselfeeling gewaltig einschränken.Abgesehen von dieser Seite der Insel, kann man Holiday Island aber jederzeit empfehlen, besonders Malediven Einsteigern. Die Zimmer sind zwar nicht neu, aber das merkt man kaum. Alles ist sehr sauber. Vielleicht ist die Einrichtung etwas abgewohnt, aber da haben wir selbst in neueren Hotels schlimmeres gesehen. Das Essen ist einfach super, nur das Frühstück war nicht ganz so vielseitig aber vollkommen ausreichend. Das Buffet super, sehr abwechslungsreich und geschmacklich prima. Selbst nach 14 Tagen kam nie das Problem auf das man nicht mehr weis was man sich auf den Teller laden soll.Das Publikum war gemischt von kleineren Kindern bis älteren Personen und verschiedener Nationalitäten. Italiener und Deutsche waren in der Überzahl, dann gab es noch einige Schweizer und Russen, die aber im vergleich zu anderen Urlaubsländern / Hotels, kaum unangenehm auffielen.Die meiste Zeit verbrachten wir mit faulenzen am Strand, unterbrochen von einigen Inselumrundungen, die kaum länger als 20 Minuten dauerten, sowie Schwimmen im glasklarem Wasser, das in allen Blau - und Grüntönen leuchtete.Ein weiterer Vorteil der Insel ist die Shuttle Verbindung nach Sun Island.Da auf Holiday Island das Schnorcheln nicht ganz so interessant war sind wir des öffteren, mit dem Dhoni, nach Sun Island gefahren um dort zu Schnorcheln. Direkt beim italienischen Restaurant kann man bequem über eine Leiter ins Meer steigen und ist sofort am Hausriff. Es macht total Spaß am Riff entlang zu schnorcheln und die Vielzahl der Fische zu beobachten, die sich hier in allen Größen und Farben, tummeln.Einmal verwechselte wohl ein Schiffshalter mich mit einem großen Fisch und schwamm, fast eine halbe Stunde, mit mir am Riff entlang. Schiffshalter sind schlanke Fische, die sich mit Hilfe einer Saugplatte die sich aus der ersten Rückenflosse gebildet hat, an größere Fische z. B. Haie oder Meeressäuger anheften, um sich so mitnehmen zu lassen. Ich war dann doch froh, dass er nur neben oder unter mir mitgeschwommen ist und nicht versucht hat sich an mir anzuheften. Obwohl er ja ziemlich friedlich war, war ich dann doch froh als er es sich auf dem Rückweg überlegte und sich einem anderen Schnorchler anschloss.Auch eine große Moräne mit ca. 2m Länge konnten wir an 2 Tagen beobachten, sowie einen Riesen-Drückerfisch mit ca. 70cm Länge, der größere Gesteinsbrocken vom Grund aufhob, um an die dort versteckte Beute zu gelangen. Nach dem Schnorcheln kann man sich beim Italiener mit einer leckeren Pizza wieder stärken.Alle Ausgaben die man auf Sun Island tätigt, werden auf die Zimmernummer von Holiday Island geschrieben, so dass man auch hier kein Bargeld benötigt.Ein weiteres Highlite war das Nachtfischen. Mit einem Dhoni geht es so gegen 18 Uhr aufs Meer hinaus und jeder bekommt eine Angelschnur auf einer Rolle. Nun beginnt der „Wettkampf“, wer wohl den ersten Fang macht. Das ganze läuft sehr lustig ab und die Zeit vergeht schnell. Um 21 Uhr geht’s zurück zur Insel wo der Fang von Köchen in Empfang genommen und gegrillt wird. Dazu gibt es ein großes Salatbuffet.Ansonsten gibt es an sportlichen Aktivitäten noch 2 Tischtennisplatten, einen Raum mit einem Snooker Tisch und Katamaran Boote zum Ausleihen. Abends in der Mainbar werden auch immer verschiedene Themen durchgezogen, die unserer Meinung nach aber völlig unnötig sind.Wer braucht schon Bingo, Karaoke oder einen Disco-Abend mit lauter Musik.Selbst das Krabbenrennen ist nicht so das Wahre.Aber hier gibt es bestimmt verschiedene Meinungen und einige die auch auf den Malediven auf High-Heels „Schaulaufen“ müssen. Für solche sind dann halt diese Abende gedacht. Und wem das nicht reicht der kann seine Aktivitäten ja auch auf Sun Island ausweiten. Das letzte Shuttle fährt so um 00:15 Uhr zurück.Wir lernten einige sehr nette Leute kennen und verbrachten unsere Abende lieber mit einem Spaziergang auf dem Steg, zum Haie und Rochen füttern, oder trafen uns zu einem Absacker in der Mainbar.Auf Holiday Island gibt es auch eine nette Ärztin, die ich einmal aufsuchen musste, als ich Probleme, in Form einer dicken Backe wegen einer entzündeten Zahnwurzel, bekam. Aber nachdem sie mir Antibiotika gegeben hatte konnte es mit dem Urlaub wieder weitergehen.Eigentlich waren alle Angestellten sehr nett. Ob Rezeption, Roomboy oder Kellner. Immer sehr freundlich ob mit oder ohne Trinkgeld.Unser Fazit Holiday Island Ist bestimmt eine schöne Malediven Insel für Einsteiger. Nur schade das der Flair dieser Insel durch den Ausbau des Flughafens auf der Nachbarinsel so kaputt gemacht wird.zurück zur zu den
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Blick vom Bungalow 145
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